Das Thema Hygiene erfährt in Praxen und Gesundheitsbetrieben immer mehr Aufmerksamkeit, angestoßen durch Qualitätsmanagement und neue gesetzliche Vorgaben. Der Blick auf die Zusammenhänge ist ganzheitlich geworden. Das hilft, Prozesse zu verstehen und steuernd einzugreifen.

Unterschiedliche Wasserqualitäten

So ist mittlerweile ein Teilaspekt von Hygiene, die Wasserqualität, in den Fokus gerückt. Zunächst als infektiologisch einwandfreies Wasser, wie es beispielsweise für Behandlungseinheiten in der Zahnarztpraxis erforderlich ist. Hier gilt es, Biofilm zu verhindern und damit auch die Gefahr von Nosokomialen Infektionen. Das führt laut Robert Koch-Institut derzeit allerdings nicht dazu, eine Empfehlung für die regelmäßige mikrobielle Untersuchung auszusprechen.

Wasserqualität kann sich ebenso auf valides Wasser beziehen: Damit lässt sich Sterilgut zuverlässig reinigen und der Wert von Instrumenten und Reinigungsgeräten langfristig besser erhalten.

Begriffsklärungen

Trinkwasser

Hiesiges Leitungswasser muss den Kriterien der Deutschen Trinkwasserverordnung (TVO) entsprechen: Es darf keine Krankheitserreger in potenziell schädigender Konzentration enthalten und so wenige Mikroorganismen, wie es in technisch vertretbarem Rahmen möglich ist. Für die mikrobiologischen Parameter gelten Grenzwerte. Spricht man von hygienischem Wasser, ist in der Regel von Trinkwasserqualität die Rede.

Unser Trinkwasser begleiten Inhaltsstoffe in unterschiedlicher Ausprägung, die im Gesundheitswesen Probleme nach sich ziehen können:

  • Calcium- und Magnesiumsalze als Härtebilder,
  • Schwer- und Buntmetalle wie Eisen, Mangan oder Kupfer,
  • Kieselsäure und Silikate, deren Salze,
  • Chloride sowie
  • Abdampfrückstand, also mineralische Beläge, die beim Verdampfen von Wasser verbleiben.

Diese Inhaltsstoffe können kritische Flecken, Beläge und Korrosionen am Sterilgut zur Folge haben. Das ist selbst bei Instrumenten aus nichtrostendem Stahl möglich. All dies kann die Hygiene beeinträchtigen.

Keimfreies Wasser

ist frei von Krankheitserregern.

Steriles Wasser

ist nicht nur frei von Keimen, sondern zusätzlich von Mikroorganismen in jedem Entwicklungsstadium. Man benötigt es zwingend bei der Versorgung von Wunden, von künstlich geschaffenen Körpermündungen (Stoma) oder in der Phase nach der Operation.

Valides oder vollentsalztes Wasser (VE-Wasser)

Anhand des Verfahrens der Vollentsalzung entfernt man mineralische Inhaltsstoffe aus dem Leitungswasser. Daher spricht man in Wissenschaft und Technik meist von demineralisiertem Wasser. Für die Vollentsalzung verwendet man Austauscherharze. Von deren Qualität wiederum hängt ab, ob apolare oder organische Stoffe oder Verunreinigungen im vollentsalzten Wasser verbleiben.

Die Qualität des VE-Wassers stellt man anhand der Parameter Restsalzgehalt (<10 mg/l) sowie Leitfähigkeit fest (< 15 µs/cm, beide Werte gemäß den Empfehlungen der DGSV, siehe unten). Es ist also nicht gleichzusetzen mit destilliertem Wasser, das eine deutlich geringere Leitfähigkeit von 0,5 bis 5 µs/cm aufweist und aufwendiger herzustellen ist. Eine vergleichbare Leitfähigkeit bei der Vollentsalzung ließe sich lediglich beim Verfahren der Umkehrosmose erreichen, wie man es von der Herstellung von Reinstwasser kennt.

Grundsätzlich gilt:
Vollentsalztes Wasser erhält den Wert der Instrumente als auch der eingesetzten Reinigungsgeräte wie Thermodesinfektor (RDG) oder Sterilisator. Bei diesem Bezug spricht man in der Medizintechnik auch vom validen Wasser.

Unabhängige Informationsquellen

Als Betreiber einer Praxis oder eines Gesundheitsbetriebes kann man sich bei der Deutschen Gesellschaft für Sterilgutversorgung (Link DGSV) informieren. Hervorzuheben sind die beiden Empfehlungen zum Thema Wasser der Fachausschusses Qualität; wir haben beide hier unter der Rubrik „Downloads“ für Sie bereit gestellt.

In ausführlicher Form befasst sich der interdisziplinäre Arbeitskreis Instrumenten-Aufbereitung mit dem Thema, insbesondere in seiner Roten Broschüre (Link AKI). Hier beleuchtet man die Aspekte Instrumentenwerkstoffe, Wasser und Prozesschemikalien. Auch die einzelnen Schritte zur Reinigung und Desinfektion werden detailliert dargelegt.

Die Autoren beider Quellen stellen klar die Vorteile des vollentsalzten Wassers für sichere Hygiene heraus. Das gilt insbesondere für den Schlussspülschritt.

Gerätefreundliche Wasseraufbereitung mit IC Medical

IC Medical entwickelt hochwertige Reinigungs- und Desinfektionsgeräte (RDG) wie beispielsweise Thermodesinfektoren, des weiteren Autoklaven und Siegelgeräte. Vollentsalztes Wasser verbessert die Leistungsfähigkeit der Geräte nochmals deutlich und erhält deren Wert. Es stellt somit klar ein Merkmal einer ressourcenschonenden, also gerätefreundlichen Wasseraufbereitung dar.

Die von IC Medical angebotene IC-Ionentauscherkartusche 490 enthält ein besonderes und regenerierfähiges Mischbettharz. Dieses zeichnet sich dadurch aus, dass keine flüchtige organische Substanzen ins Wasser übergehen können. Auch kommen zu keinem Zeitpunkt Neutralfette zum Einsatz, die wiederum als apolare Moleküle die Wasserqualität beeinträchtigen könnten, wovor die DGSV warnt. Beim Ionentausch durchläuft das Trinkwasser von oben über die Mischbettharzfüllung nach unten. Diese entfernt die im Trinkwasser enthaltenen Salze sowie Kohlen- und Kieselsäure nahezu vollständig.

  • Niedrige Investitionskosten
  • Einfache Handhabung
  • Restsalzgehalt <0,1 mg/l
  • Leitfähigkeit <0,2 µs/cm 

Welche Werte gehen speziell mit der IC-Ionentauscherkartusche 490 einher? Sie überzeugen: Dank ihr lässt sich ein Restsalzgehalt <0,1 mg/l und eine Leitfähigkeit von <0,2 µs/cm erreichen. Das übertrifft die Empfehlungen der DGSV deutlich.

Das Namenselement „490“ steht für 490 Millimeter. Diese kompakte Kartusche von knapp einem halben Meter Höhe lässt sich also räumlich bestens in den Hygienebereich einer Praxis integrieren.

Wir können die IC-Ionentauscherkartusche 490 allen gängigen Reinigungs- und Desinfektionsgeräten vorschalten. Einziges Kriterium ist, daß sowohl das Gerät wie auch die Praxisinfrastruktur über die erforderlichen Anschlüsse verfügen. Rufen Sie uns einfach an, wenn Sie hierzu Rückfragen haben, wir helfen gerne bei der Klärung:

07181 7060-70
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Express-Service für die Regeneration

Ist der Harz von den ausgetauschten Inhaltsstoffen mehr und mehr gesättigt, spricht man von einem erschöpften Ionentauscher. Es ist erforderlich, dass die Software des eingesetzten RDGs anhand von Grenzwerten rechtzeitig den kritischen Status signalisieren kann.

Die Kapazität speziell unserer IC-Ionentauscherkartusche 490 umfasst ca. 2.000 Liter. Wenn Sie Ihr Sterilgut mit einem wassersparenden RDG reinigen lassen, arbeiten Sie mit einem zusätzlichen Vorteil. Zum Vergleich: Unser Thermodesinfektor HD 450 Injection Pro beispielsweise benötigt pro Spülgang ca. 20 Liter Wasser.

Thermodesinfektoren HD 450 PRO

IC Medical bietet für die Regeneration einen zügigen Express-Service, bei dem unser Mitarbeiter die erschöpften Ionentauscherharze durch regenerierte ersetzt und die erneuerte Leistungsfähigkeit anhand von Leitfähigkeit, ph-Wert etc. prüft. Unsere Kunden sind somit vom Aufwand für Verpackung, Versand und Funktionskontrolle komplett entlastet.

Die Computertastatur sowie die Computermaus sind meist mit Erregern belastet.

Trennen Sie sich mit uns von Ihren Altlasten!

Feiern Sie mit uns die Zukunft!

Es schmerzt. Es sticht. Es pocht. Zahnschmerzen, wer kennt sie nicht?! Dagegen ist wahrlich kein Pflänzchen gewachsen und meist hilft nur der Gang zu Ihrem Zahnarzt. Seit Jahrzehnten wird bereits am 9. Februar der „Tag der Zahnschmerzen“ zelebriert, so qualvoll er auch klingt.

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